Lyrena.

KI-Glossar.
34 Begriffe, einfach erklärt.

Für alle, die nicht vom Fach sind, und für die, die es ihrem Team erklären wollen. Jeder Begriff hat eine eigene Adresse zum Verlinken.

Grundlagen

Künstliche Intelligenz
Programme, die Aufgaben lösen, für die sonst menschliches Denken nötig ist: Sprache verstehen, Bilder erkennen, Muster finden, Entscheidungen vorbereiten.
Sprachmodell (LLM)
Das „KI-Gehirn“: ein Programm, das Texte versteht und schreibt. Der Motor eines KI-Systems. Beispiele: Claude, GPT, Gemini, Llama. Mehr dazu
Prompt
Die Anweisung an ein Sprachmodell. In einem KI-System sind Prompts fest in die Abläufe eingebaut, niemand muss sie tippen.
Token
Ein Textstück, meist ein Wortteil. Sprachmodelle rechnen und kosten in Token.
Halluzination
Eine falsche Aussage, die ein Sprachmodell überzeugend formuliert. Gegenmittel: Nachschlagen im eigenen Wissen mit Quellenangabe und Prüfung vor der Wirkung.
Kurzzeitgedächtnis (Kontext)
Was ein Sprachmodell im aktuellen Gespräch sieht. Danach ist es weg, deshalb braucht ein Betrieb ein Langzeitgedächtnis.
Langzeitgedächtnis
Der dauerhafte Wissensspeicher eines KI-Systems: Kunden, Dokumente, Absprachen, Entscheidungen. Jede KI-Rolle greift darauf zu. Mehr dazu
Offenes Modell
Ein Sprachmodell, dessen Gewichte frei verfügbar sind, etwa Llama oder Qwen. Es kann auf eigener Hardware laufen und nachtrainiert werden. Mehr dazu

So arbeitet KI

KI-Agentur
Ein Dienstleister, der Betrieben hilft, KI einzusetzen: von der Beratung über die Umsetzung bis zum Betrieb. Mehr dazu
KI-Architekt
Plant, baut und betreibt das KI-System eines Betriebs als Ganzes: welche Fähigkeiten, welche Abläufe, welche Schnittstellen, welcher Datenort. Wie ein Architekt beim Haus. Mehr dazu
KI-System
Sprachmodell plus Gedächtnis, Sinne, Hände und Regeln. Es arbeitet in Ihren Abläufen mit, statt nur auf Fragen zu antworten. Mehr dazu
KI-Agent
Ein Programm, das mit einem Sprachmodell selbstständig Schritte plant und ausführt, zum Beispiel nachschlagen, schreiben, eintragen.
KI-Rolle
Ein spezialisierter KI-Agent mit klarer Aufgabe, etwa Buchhaltung, Vertrieb oder Recht, mit eigenen Regeln.
Ablauf (Workflow)
Eine feste Folge von Arbeitsschritten, die von selbst läuft, zum Beispiel Anfrage, Angebot, Rechnung. Mehr dazu
Prozessautomatisierung
Wiederkehrende Arbeit wird von Software erledigt. Mit KI auch Arbeit, die Lesen, Verstehen und Schreiben braucht. Mehr dazu
Autonomie-Stufe
Wie selbstständig ein Ablauf läuft: von Handarbeit über Vorschlag und Freigabe bis voll automatisch mit Selbstverbesserung.
Nachschlagen (RAG)
Das Sprachmodell sucht vor jeder Antwort in Ihren Dokumenten und nennt die Quelle. Kein Training nötig, immer aktuell. Mehr dazu
Feinabstimmung (Fine-Tuning)
Ein Sprachmodell wird mit Ihren Texten nachtrainiert, damit es Ihre Fachsprache, Ihren Ton und Ihre Fälle beherrscht. Mehr dazu

Technik & Geräte

Schnittstelle (API)
Die Verbindung zwischen Programmen. Darüber liest und schreibt das KI-System in Ihrer Buchhaltung, Ihrem Kalender oder Ihren Geräten.
Lokale KI (On-Premise)
Das KI-System läuft auf Ihrer eigenen Hardware im Haus. Die Daten verlassen den Betrieb nicht. Mehr dazu
Cloud
Rechnen und Speichern in einem Rechenzentrum, über das Internet erreichbar. Bei uns auf Wunsch in der EU.
Edge-KI
KI auf einem kleinen Rechner direkt vor Ort, etwa an der Kamera. Schnell und auch ohne Internet. Mehr dazu
Kamera-KI (Computer Vision)
KI, die Bilder und Videos versteht: Personen, Fahrzeuge, Schäden, Füllstände. Mehr dazu
Spracherkennung
Gesprochenes wird zu Text, etwa beim Telefon-Assistenten oder beim Arbeitsbericht per Sprache. Mehr dazu
KI-Chatbot
Ein Assistent auf Webseite, WhatsApp oder Messenger, der Fragen beantwortet und Termine bucht. Mehr dazu
KI-Telefonassistent
Nimmt Anrufe mit Ihrem Firmennamen an, versteht das Anliegen, bucht Termine und schreibt eine Notiz. Mehr dazu

Recht & Sicherheit

DSGVO
Die EU-Datenschutz-Grundverordnung. Sie regelt, wie personenbezogene Daten verarbeitet werden dürfen, auch durch KI.
EU AI Act
Das EU-Gesetz über Künstliche Intelligenz. Es teilt KI nach Risiko ein und regelt Pflichten für Anbieter und Nutzer. Mehr dazu
KI-Kompetenz (Art. 4)
Seit 2. Februar 2025 müssen Unternehmen, die KI einsetzen, für ausreichende KI-Kompetenz ihrer Mitarbeiter sorgen. Mehr dazu
Transparenzpflicht (Art. 50)
Spricht eine KI direkt mit Menschen, muss erkennbar sein, dass es eine KI ist. Mehr dazu
Hochrisiko-KI
KI in sensiblen Bereichen wie Personalauswahl oder Kreditvergabe. Dafür gelten strenge Zusatzpflichten.
Freigabe
Ein Mensch bestätigt, bevor das System etwas ausführt. Wo das nötig ist, legen Sie je Ablauf fest.
Auftragsverarbeitung
Ein Dienstleister verarbeitet Daten in Ihrem Auftrag. Dafür braucht es einen Vertrag nach Art. 28 DSGVO.
Berufsgeheimnis
Die Verschwiegenheitspflicht etwa von Anwälten, Steuerberatern und Ärzten. Ein Grund für KI auf dem eigenen Server. Mehr dazu